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> Gerhard Rühm > Die Kompositionen Gerhard Rühms


Die Kompositionen Gerhard Rühms bewegen sich zwischen seriellen Verfahren (ausgehend von Ganzton- und Zwölftonpraktiken) und radikaler Reduktion (bis zu "einton-musik", 1952) – das eine schließt dabei das andere nicht aus. Wichtig wurde in zunehmendem Maß der Grenzbereich zwischen Musik und Sprache ("auditive poesie", die musikalische Parameter aktiviert), wobei auch synthetisch produzierte Tonbandstücke einen breiten Raum einnehmen. Seit 1978 beruht ein großer Teil seiner Musikstücke auf einer neuen Technik, die er Transformationsmethode nennt. Texte werden dabei derart "in Musik gesetzt", dass jedem Buchstaben ein Ton (meist) auf dem Klavier entspricht, wobei Silben – als Sprecheinheiten – Zusammenklänge bilden können. Die Musik spiegelt also in Abfolge und Häufigkeit bestimmter Töne das strukturelle Gefüge des Textes wider. Die Zuordnungsreihen, die den Ausdruckscharakter der Stücke wesentlich bestimmen, variieren entsprechend der Eigenart des zugrundegelegten Textes. Es handelt sich hier gleichsam um "Tondichtungen" im wörtlichen Sinn.
Zudem entwickelte Gerhard Rühm, ausgehend von einem sich verselbstständigenden und von Konventionen befreiten Notenbild, verschiedene Formen von "visueller musik", die nur noch betrachtet und im Stillen imaginiert werden will.
Gewissermaßen am Rande sind noch die Musik zur Operette "der schweissfuss" (Text Konrad Bayer und Gerhard Rühm), ein Zyklus "wiener lieder" und zahlreiche Chansons (Gesang und Klavier) entstanden, mit denen Gerhard Rühm zum Ausklang des steirischen herbst 2001 einen weiteren Abend gestalten wird.


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