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"herbst"-BILANZ: "Jetzt folgt ein wildes Scherzo"

Graz. - "Der ,herbst‘ ist aus, der ,herbst‘ geht weiter" - mit gewohntem Weitblick eröffnete "herbst"-Präsident Kurt Jungwirth die Pressekonferenz zur diesjährigen Festivalbilanz. Über den Verlauf zeigten sich er und Intendant Peter Oswald durchaus zufrieden, keinesfalls aber selbstzufrieden. Insgesamt gab es heuer 261 Veranstaltungen, etwas mehr als 101.000 Besucher wurden bisher gezählt, da einige Ausstellungen noch mehrere Wochen zu sehen sein werden, dürfte auch die Vorjahresmarke (mit 105.000 Besuchern) erreicht werden. Besonders hervor hob Oswald das Literatursymposion, bei den Theaterproduktionen habe man Fehler begangen (etwa mit Händl Klaus in seiner Doppelfunktion als Autor und Regisseur).
Zu den herausragenden Ereignissen zählte für Oswald Beat Furrers "Begehren". Dass zwischen Oswald und der Bühnenintendantin Karen Stone die Chemie nicht stimmt, ist eine bestens gehütete Grazer Indiskretion; für Furrer ist in der Oper kein Platz mehr, aber das Werk wechselt zur Ruhr-Triennale von Gérard Mortier. Nächstjährige Vorhaben wollte Oswald noch nicht präzisieren, auf jeden Fall soll es aber wieder ein "großes Stück" im Schauspielhaus geben. Und für den Verlauf des nächsten "herbstes" offiererte er eine musikalische Metapher. Der "herbst" sei symphonisch aufgebaut: "Begonnen hat er mit einem Adagio. Daher folgt im nächsten Jahr ein wildes Scherzo."

Werner Krause

erschienen in:
Kleine Zeitung, 6. 11. 2001
http://www.kleinezeitung.at

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