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Leise Literatur hat "herbst"-Saison
Standbein des "herbsts": Literatur potenziert des Festivals Ruhm

Seit es den "steirischen herbst" gibt, war Literatur dem Festival ein festes Standbein, das viele aufrecht hielt und hält.

Zur Eröffnung des heurigen Schwerpunkts "literatur im herbst" zum Thema "Am Anfang war der Laut. Grenzgänge zwischen Literatur und Musik" im Grazer Orpheum sprach Intendant Peter Oswald den schönen Satz "Literatur hat die Kraft der subversiven Verschwörung" - und das ohne irgendjemanden zu bedrohen.

Ja, sie ist in Zeiten wie diesen, ohne je Brevier-Charakter anzunehmen, vielleicht die einzige Oase sicherer Lebensgewissheit. Gerade heute ist es gut zu wissen, dass die Lunte der Literatur immer noch brennt. Und damit die feurige, niemanden verletzende Kraft der Überzeugung, dass eine andere bessere Welt für alles Lebende möglich ist.

Konzipiert hat das heurige Literaturfest die Schweizer Dichterin Ilma Rakusa, die sich in ihrer Eröffnungsrede auf Ernst Jandl beruft, der genau gewusst habe, wie das ist, das Wort bei der Silbe, beim Laut zu nehmen. Er sei es gewesen, der allen anderen "das Funktionelle der Sprache" vorgelegt habe.

Was höchst different aber Sprach- und Sprechkunst bedeutet, vermitteln als erste Gäste souverän der Russe Dmitri Prigov und der Schweizer Christian Uetz.

Am Anfang war der Laut. Lesungen: Samstag, 27. Oktober, ab 15 Uhr im Forum Stadtpark: Terézia Mora, Bodo Hell, Birgit Kempker, Lauren Mendinueta.

Samstag, 27. Oktober, 20 Uhr, Orpheum: Oskar Pastior und Gerhard Rühm.

Sonntag, 28. Oktober, 11 Uhr, Forum Stadtpark: Literarischer Brunch.

Gisela Bartens

erschienen in:
Kleine Zeitung, 27. 10. 2001
http://www.kleinezeitung.at

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