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Galerien-Blick
steirischer herbst

Omnipräsent im "steirischen herbst" ist das Grazer Entfant terrible Jörg Schlick. An 19 Orten präsentiert er subjektive Beiträge zur kürzlich erfolgten Entschlüsselung der menschlichen DNS. 3,2 Milliarden Basenkombinationen dienen als Ausgangspunkt für Fototableaus, deren serielle Reihung klar definierten Abfolgen entspricht. Ob Stiefmütterchen-Bilder oder Kürbis-Innenansichten: Die aus dem Humus der Graz-Kunst gewachsene nette Idee ("Um mein Werk zu vollenden, muss ich noch 10.000 Jahre leben") wird durch Opulenz und kreative Titelgebung auch nicht substanzieller.

Martin Schnur hingegen widmet sich dem Menschenbild. Neue Ölbilder in der Grazer Galerie Schafschetzy geben Einblick in geheimnisvolle, von latenter Erotik durchdrungene Szenerien. Nackte Haut in raffiniert modulierten Farbräumen: melancholische Traumsequenzen, Vexierbilder zwischen Hollywood-Kino und quasireligiösen Leidensbildern.

Martin Behr

erschienen in:
Salzburger Nachrichten, 27. 10. 2001
http://www.salzburg.com

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