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Eigenleben der Objekte
Uraufführung eines Puppenspiels von Rühm.

Dem Zauber von Julia Reicharts und Christopher Widauers "Kabinetttheater" kann sich niemand entziehen. Da darf man wieder Kind sein und zugleich hoch in blauen Sphären schweben, wo sich die glasklaren Räume des Geistes auftun.
Im Kleinen Minoritensaal erlebte ein begeistertes Publikum die Uraufführung des Puppenspiels "Goldene Hochzeit", das Gerhard Rühm anlässlich seiner "herbst"-Ausstellung"Visuelle Poesie/Visuelle Musik" dem Kabinett-Theater auf den Leib geschrieben hat. Ein Theater, bei dem jedes Objekt artifizielles "Eigenleben" in skurril sensibler Bewegtheit gewinnt und so Rückschlüsse auf nicht nur (allzu) Menschliches, auch auf Weltzusammenhänge zulässt.

Dieses Theater des genauen Wortes erweckte überdies auch Texte von H. C. Artmann, Konrad Bayer, Franz Josef Czernin und - die Bundeshymne anrührend und aufrührerisch bewegt zum Leben.

Gisela Bartens

erschienen in:
Kleine Zeitung, 23.10.2001
www.kleinezeitung.at

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