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Kunst-Bruch war doch eher ein Missgeschick
Beschädigtes Kunstwerk: Auf Video keine Anzeichen von Gewalt.

Ob die "not.tour.no"-Nacht des "steirischen herbstes" am vergangenen Samstag tatsächlich von einem Vandalenak überschattet worden ist, wird mittlerweile bezweifelt. Nach einer ersten Videoanalyse der Überwachungskameras durch die Kriminalpolizei deutet alles darauf hin, dass jemandem ein Missgeschick passiert ist.

Die Skulptur des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan - ursprünglich auf einem Kleiderständer hängend - stand im Grazer Landesmuseum Joanneum plötzlich auf dem Boden. Allerdings ziemlich ramponiert: Vier Zehen waren abgebrochen, einer angeknackst. Sofort wurde die Kriminalpolizei alarmiert - immerhin ist das Kunstwerk 1,4 Millionen Schilling wert! Keine Kleinigkeit.

Der Leiter der Kriminalpolizei, Anton Lehr, glaubt allerdings nicht an einen Vandalenakt. "Noch kann man nichts Genaues sagen, aber die Analysen deuten eher darauf hin, dass es einem Gast unabsichtlich passiert sein dürfte." Die Ermittlungen seien zwar noch nicht abgeschlossen, "aber es ist auf dem Video kein beabsichtigter Gewaltakt zu erkennen".

"herbst"-Sprecher Dietmar Seiler hat indes mit dem Künstler Kontakt aufgenommen. "Cattelan findet den Vorfall glücklicherweise nicht so schlimm", so Seiler. Es sei nämlich möglich, die Wachszehen wieder zu restaurieren. "Eine französische Firma macht das zu einem Preis zwischen 20.000 und 50.000 Schilling." Dennoch bittet er die Person, sich zu melden, "weil die ganze Sache ja durchaus peinlich werden könnte".

Robert Preis

erschienen in:
Kleine Zeitung, 23.10.2001
www.kleinezeitung.at

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