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steirischer herbst - die Zweite

Action ist angesagt: Begonnen wird damit beim heutigen Start des Projekts a sophisticated soirée. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe musikprotokoll lassen die Künstler der Projektgruppe 91.v.2.0 die Herzen höher schlagen. Oder besser, die Herzen der TeilnehmerInnen an der "angenehmen Situation" in der herbstbar schlagen, und erzeugen dadurch sounds and visions. Das Ganze funktioniert per Einwegklebeelektroden, die an der Brust angeheftet werden - dann noch ausgerüstet mit einem ovalen Signalgerät, das grün und rot leuchten kann, und los geht's mit der kollektiven Herzfrequenzmessung. Drahtlos zur Empfängerstation übermittelt, werden von dort dann - per spezieller Software - die Herschläge der 64 TeilnehmerInnen in Sound umgewandelt, auf einer Projektionsfläche wird das Herzpochen visualisiert. Auch finden lässt sich bei "a sophisticated soirée" die Person, deren Herz im gleichen Rhythmus schlägt - sie ist da, wenn das rote Lämpchen leuchtet.....


Never stop the action

Aktions/Performance-Kunst hat in Österreich ja nicht wirklich Tradition - scheint doch schon eine Kundgebung am Rande der Legalität zu wanken, meinen Margarethe Makovec und Anton Lederer vom Kunstverein rotor. Deswegen haben sie sich entschlossen, beim heurigen steirischen herbst KünstlerInnen einzuladen, die im Bereich der performativen Kunst arbeiten.
Seit letztem Wochenende ist die höchst empfehlenswerte Schau "never stop the action" im rotor eröffnet, mit Videos, Installationen, Texte und Photos von den vorwiegend aus Osteuropa stammenden Kunstschaffenden, die teilweise erfrischend heiter sind, und sich auch mit der aktuellen internationalen Situation nach den Terroranschlägen in N.Y.C. auseinandersetzen - ohne dabei aber in die "wir sind alle so betroffen" Suderei zu verfallen.


Weiteres

Interessant die Statements des Duos Alexander Brener und Barbara Schurz, berührend die Doku über einen Skat-Chor, der sich nach dem Krieg in Ex-Jugoslawien gegründet hat und witzig bis zum nicht hinschauen Slava Mizins Videos von Experimenten mit seinem Körper. Slava Mizin wird auch die morgen startenden "Drei Tage Aktionskunst in der Grazer Innenstadt" eröffnen, wenn er auf der Hauptbrücke stehend eine Rakete aus seiner Hose aufsteigen lässt. Nach diesem "Startschuss" sorgen dann die anderen 11 KünstlerInnen für "never stop the action".

Veronika Weidinger

erschienen in:
FM4, 11. 10. 2001
http://fm4.orf.at

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