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Spekulieren mit Literatur

Frankfurt/M. 11.07.2001; Während der Neue Markt gerade in Tristesse versinkt, bietet ein Kulturprojekt die Möglichkeit mit Literatur zu spekulieren.
Die Aktien der literaturboerse.com stehen derzeit gut. Seit Monatsbeginn konnte der LAIX , der Literaturaktienindex im steirischen herbst, wieder einen starken Anstieg verbuchen. Grund waren die Emission neuer hochbewerteter Aktien, die bereits beim Bachmannpreis für den Börsengang vorbereitet worden waren.
Gehandelt wird mit Texten von Autor/innen wie Jenny Erpenbeck, Franzobel oder Bettina Balaka. Schriftsteller/innen können nach bestimmten Kriterien Texte einreichen, eine unabhängige Redaktion wählt eine begrenzte Anzahl davon für das going public aus. Diese Texte werden von einer Fachjury bewertet, kommentiert und für den Handel freigegeben.
Wer als Investor/in mitmachen möchte, muss einen (kostenlosen) Anleger/innenaccount eröffnen und bekommt 10.000 virtuelle Euro als Startkapital. Danach kann es losgehen mit dem kaufen und verlaufen.
Das Ganze ist natürlich ein Spiel - mit künstlerischen Konzept. Denn hinter der Literaturbörse stehen der "steirische herbst 2001", ein Festival der Neuen Kunst, und das Grazer Feuilletonmagazin "Schreibkraft".
Das Projekt www.literaturboerse.com spielt, so die Initiator/innen, mit den immer wieder parallelisierten Rollen "Künstler" und "Markstratege" und versucht, die tatsächlichen Schnittstellen aufzuzeigen. Ferner soll das Phänomen der "Autorschaft als Management" ausgeleuchtet und die Einmischung des vielgepriesenen Marktes in das Feld der Literatur diskutiert werden.
Geöffnet ist die Literaturbörse bis 1. November 2001 rund um die Uhr.

erschienen in:
womanticker.de, 23.8.2001
www.womanticker.de

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