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ANZEICHEN: Holzwurmzoo

Jetzt reicht‘s!", postulierte der "herbst"-Intendant Horst Gerhard Haberl. Anno 1989. Weil er sich dem kostspieligen Diktat der ständigen Spielstättensuche nicht mehr beugen wollte, erkor er den Bau einer mobilen Halle zum wesentlichen Programm- und Protestpunkt. Er scheiterte primär am Vorwurf "mutwilliger" Geldverschwendung.
Nun schreiben wir das Jahr 2001 und feiern die Wiederkehr des Postulats. "Jetzt reicht‘s!", manifestierte "herbst"-Intendant Peter Oswald. Hinter ihm und seinen Vorgängern liegt ein Wanderzirkus. Mal dienten die Waagner-Biró-Hallen als provisiorische Herberge, mal war es die GVB-Remise, das Reininghaus-Gelände oder die Papierfabrik Andritz. Die Kosten, besser: notgedrungen Verplemperungen für die jeweiligen Adaptierungen, betrugen nach Schätzungen eines Kenners der maroden Materie seit 1990 weit mehr als 20 Millionen Schilling.
Wenn das gemeinsame Hallenprojekt des "herbstes", der "styriarte" und von "Graz 2003", finanziert ausschließlich aus Programmgeldern, wieder scheitert, reicht endgültig nur eines nicht mehr: der Vorrat an morschen Brettern, die die Politiker vor ihren Köpfen tragen. Holzwurmzoo oder Halle - die letzte Alternative.

Werner Krause

erschienen in:
Kleine Zeitung, 28. 4. 2001
http://www.kleinezeitung.at

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