[ programme ]



[ calendar ]



[ forum ]

[ tickets ]

medienkunst
[ steirischer herbst ]


[ info ]


[ homepage ]

[ search ]




< zurück

> Eröffnung des steirischen herbst 2001 > Yonderboi


Yonderboi macht sehr gefühls- und melodiebetonte Musik, aus der man deutliche Einflüsse von französischem HipHop und TripHop der Neunziger heraushören kann. Auf sehr interessante Weise transportiert er dennoch seine osteuropäische Identität und ungarisches Flair; sowohl musikalisch als auch visuell...

Der neunzehnjährige Ungar Yonderboi, bürgerlich László Fogarasi Jr., wuchs in einem winzigen Dorf namens Mernye – "nur" 250 Kilometer bzw. vier Stunden Busfahrt von Budapest entfernt auf.
Schon als Kind zeigt er sich musikbegeistert, darf aber im Schulchor nicht mitsingen: Er habe eine "Stockstimme", so sein Musiklehrer und so war es ihm im Chor lediglich erlaubt, das Singen zu mimen, jedoch tröstete der Lehrer Yonderbois Eltern, er habe ein ausgesprochen gutes Rhythmusgefühl.
Noch im Grundschulalter bekommt er klassischen Gitarrenunterricht, doch später muss das Instrument der technologischen Entwicklung weichen, als Yonderboi mit 13 Jahren seinen ersten einfachen Computer mit Mono-Soundkarte bekommt. Er verfällt schon bald der Programmierung von technoidem "Bumm/Tschik", aber weniger diese Art von Musik, sondern die Tatsache, dass er so etwas selbst machen kann, fasziniert ihn.

Als Gymnasiast macht Yonderboi jährlich 2-3 Fahrten in die ferne Hauptstadt, um dort einige Schallplatten zu kaufen, aber selten findet er die gesuchte Musik und so entscheidet er sich für "do-it-yourself". Als 16jähriger Schüler schickt er sein erstes Demo mit "Pink Solidism" zu Juice Records in Budapest und so kommt es zu Yonderbois erster Veröffentlichung auf der beachteten Serie "Future Sound Of Budapest". Der Track, der ein neu interpretiertes Remake von The Doors' "Riders on The Storm" ist, wird auf zahlreichen Kopplungen in mehreren westeuropäischen Ländern lizensiert.

Nach seinem Abitur kommt er mit seinem Freund, dem Keyboarder Balázs Zságer, im Sommer '99 nach Budapest. Während der Wohnungssuche wird das Album "Shallow & Profound" in einem leerstehenden Zimmer des Budapester Büros seiner Plattenfirma (UCMG Hungary) in weniger als zwei Monaten fertiggestellt – teilweise noch mit seinen ersten elektronischen Instrumenten, wie z.B. eine Vermona-Orgel aus der DDR. Zeitgleich produziert er mit seinem Keyboarder Arrangements und Grooves für die CD des berühmten ungarischen Jungschauspielers Iván Kamarás.


Das Debutalbum "Shallow And Profound" kann für László Fogarasi Jr. den Auftakt zu einer großen musikalischen Kariere bedeuten. Er selbst nimmt die Begeisterung der ersten Testhörer des Albums gelassen – er will weder an der Materialschlacht der Musikgeräteindustrie teilnehmen, noch den Trends der elektronischen Musik "mit einem Tag Vorlauf folgen". Er will bei einfacher Musik bleiben, die auf gefühls- und melodienbetonten Grundlagen basiert und mit seinen visuellen Elementen eine osteuropäische Identität transportiert. Yonderboi beeindruckt durch seine enorme Dichte seiner mit einfachen Mitteln produzierten Kompositionen.


< zurück